Der Aufhebungsvertrag im Arbeitsrecht

Arbeitsrechtliche Aufhebungsverträge bieten neben der Kündigung eine weitere Möglichkeit, ein Arbeitsverhältnis zu beenden. Dabei ist der Aufhebungsvertrag im Gegensatz zur Kündigung kein einseitiger Rechtsakt, sondern erfordert ein Einvernehmen zwischen den Arbeitsvertragsparteien. Er stellt eine Art Abwicklungsvertrag dar und ist häufig mit der Zahlung einer Abfindung verbunden. Besonders dem Arbeitnehmer drohen bei dieser vertraglich vereinbarten Aufhebung des Arbeitsverhältnisses erhebliche rechtliche Konsequenzen. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, einen Fachanwalt für Arbeitsrecht vor Abschluss jedes Aufhebungsvertrages mit der Prüfung der vertraglichen Vereinbarung zu beauftragen. In der Lamster Kanzlei in Freiburg finden Sie kompetente und engagierte anwaltliche Ansprechpartner zu allen Fragen des Aufhebungsvertrages.

Ein Aufhebungsvertrag vor der Unterschrift
Lassen Sie sich bei einem Aufhebungsvertrag von einem Fachanwalt für Arbeitsrecht beraten!

Der Aufhebungsvertrag und die Sperrfrist

Wer als Arbeitnehmer im Einvernehmen mit seinem Arbeitgeber eine vertragliche Aufhebungsvereinbarung abschließt, muss mit einer Sperrzeit beim Bezug von Arbeitslosengeld rechnen. Die Sperrfrist führt dazu, dass sich der Anspruch auf die Zahlung von Arbeitslosengeld um drei Monate oder sogar längere Zeit vermindert. Hintergrund für die Sperrzeit ist, dass der Arbeitnehmer bei freiwilligem Abschluss des Aufhebungsvertrages seine Arbeitsstelle aus eigenem Ermessen heraus aufgibt und damit den Sozialversicherungsfall in Form der Arbeitslosigkeit selbst begründet. Es gibt allerdings Möglichkeiten bei der Gestaltung der Aufhebungsvereinbarung, die die Verhängung einer Sperrzeit verhindern können. In Freiburg stehen Ihnen die Rechtsanwälte um Martin Lamster mit ihrem Schwerpunkt im Arbeitsrecht bei der Prüfung und Anpassung von Aufhebungsverträgen kompetent zur Seite.

Was sollten Arbeitnehmer beim Thema Aufhebungsvereinbarung noch beachten?

Aufhebungsvereinbarungen sind vielfach mit einer Abfindungszahlung verbunden. Diese bilden einen der wesentlichen Anreize dafür, dass der Arbeitnehmer einen Aufhebungsvertrag in Betracht zieht. Bei den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber über die Abfindung ist im Kontext der Aufhebungsvereinbarung vielfach taktisches Geschick hilfreich. Dabei spielt auch eine Rolle. von wem die Initiative zum Abschluss einer solchen Vereinbarung ausgeht. Vielfach ist der Arbeitgeber eher bereit, eine entsprechende Abfindung zu zahlen, wenn er auf den Abschluss des Aufhebungsvertrages drängt und nicht der Mitarbeiter. Arbeitnehmer sollten im Hinblick auf die mögliche Sperrzeit auch darauf achten, dass das Beendigungsdatum, welches in der Aufhebungsvereinbarung festgesetzt wird, mit der Frist übereinstimmt, die für eine ordentliche Kündigung des Arbeitsverhältnisses gelten würde. Besondere Aufmerksamkeit sollten Arbeitnehmer bei der Gestaltung des Aufhebungsvertrages den Punkten Freistellung von der Arbeit und Berücksichtigung aller Vergütungsanteile schenken. Schließlich benötigen Sie eventuell einige Zeit, um sich eine neue Stellung zu suchen, sodass Ihnen die Zeit der Freistellung unter Fortzahlung Ihrer Vergütung hier entgegenkommen dürfte. Was Vergütungsanteile angeht, möchten Sie mit der vereinbarten Aufhebung des Arbeitsvertrages sicherlich nicht für längere Zeit auf variable Anteile Ihrer Entlohnung verzichten. Deshalb sollte die Aufhebungsvereinbarung eine entsprechende Regelung zu solchen Vergütungsanteilen wie etwa Provisionen treffen. Denken Sie auch an Ihren Resturlaub und an Ihr Zeugnis.

Die Höhe der Abfindung

Vielfach vereinbaren sich Arbeitnehmer in der Aufhebungsvereinbarung auf eine zu geringe Abfindung, wenn sie ohne ihren Rechtsanwalt die Verhandlungen führen. Die möglichen finanziellen Folgen einer Sperrzeit werden vielfach bei der Festlegung der Abfindung nicht berücksichtigt. Auch die Tatsache, dass möglicherweise längere Zeit vergeht, bis der Arbeitnehmer eine neue Stelle gefunden hat, fließt vielfach nicht in die Verhandlungen ein. Arbeitnehmern gelingt es mit kompetenter rechtsanwaltlicher Begleitung oftmals besser, ihre Interessen bei der Abfindung berücksichtigt zu finden.

Vor dem Aufhebungsvertrag zuerst in die Lamster Kanzlei

Riskieren Sie als Arbeitnehmer keine ungewollten rechtlichen und faktischen Folgen einer arbeitsrechtlichen Aufhebungsvereinbarung. Lassen Sie sich vor Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages durch qualifizierte Anwälte beraten und gegebenenfalls bei der Gestaltung des Vertrages unterstützen. Sichern Sie so Ihre Ansprüche und Interessen bei der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses durch einen Aufhebungsvertrag. Überlassen Sie die Rechtsfolgen eines Aufhebungsvertrages nicht dem Zufall oder Ihrem Arbeitgeber.
Lamster Kanzlei in Freiburg – erste Adresse in Sachen Aufhebungsvertrag!