Was tun, wenn die Krankenkasse das Krankengeld nicht gezahlt hat?

Bei einer längeren Krankheit endet die Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber. Anschließend übernimmt Ihre Krankenkasse und zahlt Ihnen nach sechs Wochen das Krankengeld, damit Sie Ihren Lebensunterhalt zumindest weitgehend selbst bestreiten können. Falls das Krankengeld jedoch nicht gezahlt oder zu wenig Krankengeld auf Ihr Konto überwiesen wird, können Sie mit einem Rechtsanwalt dagegen vorgehen. Im Folgenden erfahren Sie mehr über Ihre Optionen, wenn das Krankengeld nicht gezahlt wird.

 

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen zum Einreichen bei der Krankenkasse

Wer hat eigentlich einen Anspruch auf Krankengeld?

Wenn die Krankenkasse das Krankengeld nicht gezahlt hat, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Anwalt zunächst prüfen, ob Sie zum berechtigten Personenkreis gehören. Denn nicht Jedermann hat grundsätzlich einen Anspruch auf Krankengeld. Grundsätzlich berechtigt sind

  • Arbeitnehmer mit einer Pflichtversicherung
  • freiwillig Krankenversicherte

Doch die Zugehörigkeit zum jeweiligen Personenkreis genügt nicht. Darüber hinaus muss eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen, die im Normalfall von einer Krankheit verursacht wurde. Auch Schwangerschaftsabbrüche oder Sterilisationen, sofern nicht rechtswidrig, eignen sich für einen Anspruch auf Krankengeld. Mehr Informationen bekommen Sie bei einer Erstberatung von Ihrem Anwalt für Versicherungsrecht.

 

Die Höhe der Leistungen

Wenn Sie die Frage geklärt haben, ob Ihnen ein Anspruch auf Krankengeld zusteht, müssen Sie die Höhe der Leistungen berechnen. Schließlich kommt es teilweise vor, dass die Krankenversicherungen zu wenig Geld an den Versicherten überweisen. Folglich ist die Höhe des Krankengelds von Bedeutung. Da es verschiedene Befreiungsmöglichkeiten und Sonderfälle gibt, sollten Sie hierbei auf die Beratung durch einen spezialisierten Anwalt zurückgreifen. Grundsätzlich gilt, dass Ihnen 70% von Ihrem Bruttoeinkommen zusteht. Falls das Krankengeld nicht gezahlt oder in zu geringem Ausmaß überwiesen wird, kontaktieren Sie am besten umgehend einen Spezialisten.

 

Krankengeld nicht gezahlt – was sind die Gründe dafür?

Doch teilweise wird das Krankengeld nicht gezahlt – woran liegt das? Zum einen besteht in manchen Fällen schlichtweg kein Anspruch auf diese Leistung. Denn nur mit einer ununterbrochenen Krankschreibung können Sie das Krankengeld in Anspruch nehmen. Wenn die Krankenkasse das Krankengeld nicht gezahlt hat, kann dies auf das Fehlen einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zurückzuführen sein.

Darüber hinaus tendieren die Krankenkassen zu einer schnellen Einstufung des Betroffenen als erwerbsunfähig – dann sind andere Leistungsträger für die Unterstützung zuständig. Da die sogenannte Erwerbsminderungsrente meistens niedriger ist, sollten Sie umgehend einen Anwalt für Versicherungsrecht kontaktieren. Weitere Gründe für die Verweigerung des Krankengeldes durch die Krankenkasse sind vorhandener Resturlaub oder Überstunden. Falls sich die Krankenkasse in der schriftlichen Ablehnung darauf bezieht, sollten Sie einen Anwalt kontaktieren. Denn dann ist eine Einzelfallprüfung notwendig.

Ausschnitt Buchseite Krankengeld

Widerspruch gegen das Krankengeld

Zuallererst sollten Sie alleine oder mit einem Fachanwalt für Versicherungsrecht den Antrag auf Krankengeld schnellstmöglich stellen. Die Frist beträgt dabei im Normalfall eine Woche. Bei einer Ablehnung der Krankenkasse sollten Sie gemeinsam mit dem Anwalt in einem Schreiben sachlich darlegen, warum Ihnen das Krankengeld rechtlich zusteht.

 

Ihr Anwalt für Versicherungsrecht Martin Lamster

Falls Sie sich mit Ihrer Krankenkasse im Konflikt befinden, da diese das Krankengeld nicht gezahlt hat, sollten Sie einen spezialisierten Anwalt für Krankenversicherungen engagieren. Dabei ist vor allem eine frühe Reaktion vonnöten, da andernfalls wichtige Fristen verstreichen können. Wir bieten Ihnen in unserer Kanzlei eine umfassende Erstberatung, bei der Sie sich über Ihre Rechte informieren können. Auch zu weiteren Fragen rund um das Thema Krankenkasse, Krankenversicherung und Krankengeld beraten wir Sie gern.